Two worlds collide

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Mal wieder Sonntags mit dem Rad ins Nirgendwo. Regen, Sonne, Wolken. Zu starker Wind, der Rucksack zu schwer, zwischendurch viele Regenschauer. „Wo soll das hier heute enden?“ habe ich mich gefragt. Ganz einfach – in einem Abenteuer.

Ich bin immer auf der Suche nach allen möglichen Verbindungen zwischen alten und neuen Pfaden. Das Schöne an der Uckermark ist, dass man über viele Wege zu vielen Orten kommt. Egal ob an kleine versteckte Seen, alte Bauernhäuser, eine Kornblumenwiese oder in kleine Künstlerdörfer. Hinter jedem Wald, hinter jedem Hügel gibt es etwas zu entdecken. So fahre ich die übliche Strecke nach Metzelthin, biege einmal links ab und schon komme ich durch einen kleinen Wald zu einer wunderschönen Wiese mit blühenden Kornblumen. Der Himmel sieht dramatisch aus mit seinen Wolkenfetzen, der Wind sorgt für den Rest. Stativ raus, Kamera rauf und ein paar Fotos geschossen. Doch das war nur ein kurzes Intermezzo, denn die Sonne ist ungnädig und strahlt auf mich nieder. Also wieder zurück auf den Bock und weiter geht die kleine Abenteuerreise. Da stehe ich an einer Kreuzung. Biege nach rechts ab in ein kleines Dorf mit Namen Luisenfelde, eigentlich nur ein paar Häuser, weiter auf den kleinen Straßen, wo mir nie jemand entgegen kommt. Ich habe keine Ahnung, wo ich bin, doch das war das Ziel dieser Tour, sich einfach treiben zu lassen und irgendwo einen Weg zurückzufinden, den man kennt. Überall Gersten- und Haferfelder, Kirschalleen und Kühe. Die Straße neigt sich dem Ende und man steht in Eselshütt – hier wohnen tatsächlich Leute, die ich kenne. Kurze Pause und die Überlegung, wo ich wohl als nächstes landen werde – egal, die Straße ist gut, auf der linke Seite liegt Warthe, somit sollte es mit der Orientierung nicht all zu schwer sein. Mein innerer Kompass führt mich weiter – Egarsee, noch so ein kleines Drei-Seelen-Örtchen. Davon git es hier sehr viele – überall wo man denkt – da ist nichts – taucht entweder ein Pferd oder ein Haus auf. Meistens mit altem Volvo in der Auffahrt und kleinem Stand vor der Tür. Das ist der dörfliche Charm, den ich liebe. Überall kann man für kleines Geld etwas bekommen – Früchte, Gemüse, Eier, Blumen. Egarsee lockt mich mit einem Schild an den See durch den Wald. Es stürmt über mir und die Fichten knacken und knarzen. Der Weg wird steiler und steiniger. Ein paar Fischerhütten kommen mir entgegen – kurzer Check und Ernte an einem Himbeerbusch später – ich entschließe mich zurückzufahren, da der Wind einfach zu stark ist und viele Bäume umgestürzt sind. Also wieder auf die Hauptstraße. Nächster Halt – Warthe. Mit den kleinen A-Frames und den vielen Honigständen ist das Dorf ziemlich groß. Über einen kleinen Weg durch ein Maisfeld endet mein Abenteuer so schnell wie es begonnen hat. Ich mache mich auf den Rückweg, jage dem einem oder anderen Tagtraum nach und erfreue mich an den Erkundungen, die ich machen konnte. Auf ein Neues.

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Eine Antwort zu „Two worlds collide“

  1. Avatar von 12lensesin7groups

    Hi, ich habe Dich im Reader entdeckt, irgendwann zwischen all den vielen Knipsbildchen. Mach ich oft, mal schauen, wer denn da sonst noch so in der Fotografenwildnis zu finden ist. Und Du bist mir aufgefallen. Mit den Verwirbelungen als erstes. Ich bin auch noch nicht weit mit dem Betrachten Deiner anderen Bilder gekommen, doch will ich Dir jetzt schon sagen, dass Du mich „erwischt“ hast. Ich mag diese Art von Bilder, die sich nicht dem Mainstream anpassen, obwohl ich manchmal selbst in diesen abgleite. Was ich mich aber schnon nach kurzer Zeit der Betrachtung fragte, war die Art und Weise wie Du die Bilder hin bekommst. Fotografierst Du analog, digital, beides… Bei mir entstehen diese Verwirbelungen meist durch ein Helios Objektiv und einer digitalen Kamera. Ein Stativ ist bei mir, Asche auf mein Haupt, selten im Einsatz. Die Bilder in diesem Post (emp)finde ich nicht nur stimmig zur natürlichen Begebenheit (Wind) sehr gut dargestellt durch den Swirrl, sondern auch durch die sehr schöne Verbindung der Farben. Blau, Grün, früher eher mal verteufelt, doch heute finde ich das richtig gut. Erde und Luft… Ich denke mal, die Bildnisse von Dir sind Selbstportraits. Schon schwierig genug. Kostet Zeit und manchmal auch Nerven, bis das mit dem Ausschnitt so passt. Und daher ein doppeltes Daumen hoch! Mein Lieblingsbild von diesem Post ist Bild Nr. 6. Unglaublich diese Dynamic. Ich freue mich auf mehr von Dir und werde jetzt erst einmal schauen, was Du sonst noch so fotografiert hast… 🙂

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