Der Mai ist fast rum, man wartet auf den Sommer. Und wieder kehren die Gedanken zu Dingen zurück, die einem früher Halt gegeben haben, Hobbies, die man aus Leidenschaft immer wieder aufleben lässt, obwohl man den Vibe nicht mehr fühlt. Wer kennt’s?
Von der ganzen Sache, die sich soziale Medien schimpft, will ich gar nicht erst anfangen. Das habe ich schon vor langer Zeit an den Nagel gehangen. Sich berauschen zu lassen, indem man nur scrollt und immer auf den nächsten Impuls wartet, der Ideen in Taten verwandelt, kann ja mal ganz spannend sein, doch der Mehrwert bleibt für mich aus. Die vorgegaukelte Realität, die uns gezeigt wird und uns anderen näher bringen soll, ist nur eine Seifenblase, die dann platzt, wenn man keine Response bekommt. Manchmal erwische ich mich selber dabei, wie ich meinen Account durchsehe und die ganzen Reels, die ich mal gemacht habe, wieder förmlich in mich aufsauge und mich frage – warum machst du das nicht mehr oder für wen hast du es mal gemacht? Ich habe eigentlich immer meine Leidenschaften miteinander verbunden – in der Natur unterwegs sein, Fotos machen und den Trip später als Video zusammenschneiden. Passende Indiemusik gab es immer gleich dazu und andere konnten sehen, in welch einer schönen bunten Welt ich lebe. Doch mittlerweile gibt mir das überhaupt nichts mehr – also das ganze Gewusel am Handy. Ich mache immer noch dasselbe, doch ich lasse mein Handy meistens in der Tasche. Ich behalte diese Momente nur noch für mich oder teile sie mit der Familie, aber nicht mehr mit fremden Menschen, die irgendwo im Äther umher surfen. Mal abgesehen davon, dass sowie so nichts mehr angezeigt wird auf den ganzen Plattformen, außer von denen, die dafür bezahlen. Die Zeiten haben sich geändert. Klar vermisse ich die Verbindungen zu Leuten, die sich darüber freuen, was ich mache oder andersherum, aber die Realität zu spüren und zu fühlen, hat für mich Vorrang. Der Bildschirm, den man sich den ganzen Tag ansieht, ist nur eine Illusion. Dann scrolle ich doch lieber durch meine gedankliche Bildergalerie aus Erinnerungen und schreibe auf meinen Blog einen Beitrag dazu. Willkommen in der wirklichen Welt, wie Morpheus so schön sagen würde.



























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